Leserbrief / Bitte Kopf- statt Parteienwahl

Daniel Fäh findet in seinem Leserbrief vom 3. März, dass zwei freisinnige Stadträte genügen. Auch er hat noch nicht begriffen, dass Stadtratswahlen in erster Linie Kopf- und nicht Parteiwahlen sind. Im Rat geht es stets um die Sache und nicht um Parteiideologien.

 

Diese Bürger stempeln die Jungfreisinnigen als quasi Befehlsempfänger der Mutterpartei. Dem ist beileibe nicht so, haben diese doch auf verschiedenen staatlichen Ebenen bereits mehrfach Parolen gefasst und Initiativen gestartet, die der FDP nicht immer eitle Freude bereitet haben. Begrüssen wir es doch, wenn junge Nachwuchspolitiker eine selbständige, konstruktiv-kritische Haltung einnehmen, selbst wenn sie dabei auch mal den Kopf anschlagen. So lernt man und nicht mit dem Nachplappern utopischer Ideologien.

 

Die FDP-Mitgliederversammlung unterstützte die Kandidatur von Ramiz Ibrahimovic fast einstimmig, weil er in seinem bisherigen Leben eine überzeugende und vorbildliche Leistung erbracht hat. Als Sechsjähriger flüchtete seine Familie aus einem kriegsversehrten Land in die Schweiz. Er erarbeitete sich durch Fleiss, Beharrungsvermögen und unermüdliche Weiterbildung seinen Platz und Respekt in unserer Gesellschaft. Gerade deshalb wird er seinen Mann auch im Stadtrat stellen. Kritisch und im langfristigen Interesse der Stadt vielleicht auch mal etwas aufmüpfig, aber stets konstruktiv. Das hätte in der Vergangenheit unserer obersten Stadtbehörde oft gut getan. Ich sehe Ramiz Ibrahimovic aber auch als fähigen Motivator gerade gegenüber unseren jungen Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, sich stärker in die Politik einzubringen. Auch deshalb gebe ich ihm meine Stimme aus Überzeugung.

 

Schäpper Jakob, Jona

admin
No Comments

Leave a Comment: