Medienmitteilung / Jungfreisinnige stellen Fragen zum Lido-Projekt

Die Jungfreisinnigen See-Gaster begrüssen die Neubetrachtung des Stadtrates zum Lido-Projekt in Rapperswil-Jona. Sie betrachten jedoch die gewählte Strategie als ungünstig und würden sich über mehr Mut und Verstand bei der Ausarbeitung einer Lösung wünschen.

 

Der Stadtrat von Rapperswil-Jona hat kürzlich seine Planänderung zum Lido-Projekt kommuniziert. Die wohl wichtigste Anpassung ist eine Aufteilung der Bestandteile Schwimmbad und Eishockeyfeld. Ersteres wird nun prioritär behandelt. Gemeinsam mit den bürgerlichen Parteien haben sich die Jungfreisinnigen seit Anbeginn für eine getrennte Betrachtung des Megaprojekts eingesetzt. Sie begrüssen daher den Schritt. Trotzdem haben die jungen Liberalen gegenüber der jetzigen Stossrichtung enorme bedenken.

 

Eine Badi am See ohne See

Die Lidobadi wurde anfänglich an dieser attraktiven Lage erstellt, da die Situation im Zürichsee kein Baden zuliess. Seit den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts hat sich aber die Situation merklich verbessert. Nun steht die Badi nur wenige Meter vom See entfernt, ohne einen eigentlichen Seezugang zu besitzen. Die Jungfreisinnigen erachten daher nur ein Badi mit Seeanstoss als sinnvoll. Die Renaturierung der Lidobadestelle zeigt jedoch, dass dieser Flecken Erde sehr umstritten ist. Die Jungfreisinnigen erkennen den Bedarf nach einer dritten Badeanstalt. Sie wünschen sich jedoch eine mutige und visionäre Lösung. Falls kein Seeanstoss sichergestellt werden kann, soll die Stadt über eine Verschiebung nachdenken. Doch genau dies wurde vom Stadtrat verworfen.

 

Der Eissport auf der Strafbank

Die Priorisierung der Badi gegenüber dem Eishockeyfeld wirft bei den jungen Liberalen ebenfalls Fragen auf. Waren es doch vor allem Eissportler, die sich damals an der Bürgerversammlung vom April 2016 für dieses Projekt tatkräftig eingesetzt haben. Zudem betrachten sie das Trainingsfeld als nötig, um auch in Zukunft junge Sportler fordern zu können. Das jetzige Feld verfügt über enorme technische und wetterbedingte Mängel.

 

Mit Mut und Verstand

Eine Stadt wie Rapperswil-Jona, die dank ihrer Attraktivität in den letzten Jahren als beliebter Zufluchtsort für Zuzügler und Besucher gilt, steht vor grossen Herausforderungen. Verkehr, Freizeit und Wohnen stellen grosse Baustellen dar. Eine solche Situation ist verzwickt und benötigt Mut und Verstand. Die Neubeurteilung tut gut. Sie wirft jedoch mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Als Jungpartei wünschen sich die Jungfreisinnigen daher mehr Mut und Verstand von den Verantwortlichen.

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