Meinung / Warum nicht die wirklichen Experten fragen?

Wie in der Südostschweiz zu lesen ist, will die Stadt Rapperswil-Jona die über 40 Pausen- und Spielplätze aufwerten. Unsere Stadt soll auch für die Kleinsten und deren Spielbegleiter attraktiver werden. So weit so gut.

 

Beim genaueren Lesen des Beitrages fiel mir jedoch etwas Eigenartiges auf: Unter der Führung des Gesundheitsdepartments sollen für insgesamt 50’000 Franken Spielplatzexperten der HSR und der Fachhochschule St. Gallen verpflichtet werden. Es ist schon eine Weile her, seitdem ich mich das letzte Mal auf ein Klettergerüst wagte oder auf der Schaukel hin- und herschwang. Daher möchte ich nicht für die Kinder, die diese Anlagen benutzen, sprechen.

 

Aber ich frage mich, ob wir wirklich so viel Geld ausgeben möchten, um Experten zu engagieren? Reicht es denn nicht, wenn wir direkt mit den Kindern, Eltern und Grosseltern vor Ort sprechen? Was passiert, wenn deren Meinungen derjenigen der Experten widerspricht? Wer hat dann das letzte Wort? Die Eltern oder die Experten?

 

Persönlich bin ich für ein lebendiges Rapperswil-Jona und fortschrittliche Stadtentwicklung. Was ich bedenklich finde, ist dieser Trend, für alles Experten zu engagieren, damit man bei einem möglichen Versagen unverbindliche Expertenberichte aus der Schubladen ziehen kann.

 

Ich bin davon überzeugt, dass ein Dialog zwischen den Verantwortlichen und den wahren Experten, nämlich Kindern, Eltern und Grosseltern – gepaart mit gesundem Menschenverstand – uns auf Dauer mehr bringt, als Spielplatzexperten, die irgendwelche Trends aus akademischen Elfenbeintürmen oder Kopenhagen auf Teufel komm raus in unsere schöne Stadt einsetzen müssen, damit ihre Gage auch gerechtfertigt ist.

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